Diese Woche besuchte uns der ORF mit einem Team bei einem unserer Krippenkurse. Unter Leitung von Dr. Theresia Anwander und Marion-Flatz-Mäser bereiteten sie einen Filmbeitrag vor über das immaterielle Kulturerbe in Vorarlberg. Das immaterielle Kulturerbe in Vorarlberg umfasst vom Österreichischen UNESCO-Verzeichnis anerkannte, lebendige Traditionen, Handwerkstechniken und Wissensformen – dazu gehört unter anderen seit November 2021 auch der „Krippenbrauch“.
Aus diesem Anlass filmten sie unsere Arbeiten während einem unserer Krippenbaukurse, ließen sich verschiedene Arbeiten und Techniken zeigen und interviewten einige Krippenbauer und auch Teilnehmer zu ihrer Motivation beim Krippenbau.
Der Krippenbrauch als österreichweites Phänomen fand seinen Ursprung mit der ersten Krippenaufstellung 1609 in Innsbruck. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte verbreitete er sich landesweit sowohl in Kirchen, im öffentlichen Raum als auch in den Häusern der Menschen. Die Gestaltung der verschiedenen Krippen und damit verbundenen Riten fanden eine Vielfalt lokaler und regionaler Ausprägungen. Der Krippenbrauch umfasst die Aufstellung der Krippen, den Krippenbau und die Krippenpflege sowie die Förderung der Krippenforschung.
In den zahlreichen Vereinen bzw. in Krippenbauschulen wird das Wissen um den Krippenbau wie auch lokalspezifische Besonderheiten vermittelt. Jährliche Veranstaltungen, die den Austausch verschiedener Praktiken fördern, Ausstellungen und regelmäßige Publikationen tragen zur Erhaltung und Weitergabe des Wissens bei.
Der Filmbeitrag soll am 17. Mai 2027 im ORF ausgestrahlt werden.